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Berlin & BrandenburgWie steht es um die Weihnachtsbäume?

11.10.2026, 06:01 Uhr
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Bald beginnt die Weihnachtsbaum-Saison - und in diesem Jahr wird das festliche Grün vielerorts teurer. Bleibt die Frage: Nordmanntanne oder günstigere Alternative, Verkaufsstand oder selbst Schlagen?

Berlin/Werder/Sydower Fließ (dpa/bb) - Gleichmäßig gewachsen, rundum dichtes Grün und nicht zu teuer? In ein paar Wochen kann die Suche nach dem perfekten Weihnachtsbaum fürs Wohnzimmer beginnen. Dabei dürften Tannen oder Fichten fürs Fest in diesem Jahr ein paar Euro teurer ausfallen, wie die Branche ankündigte. Unter anderem werden gestiegene Sprit- und Transportkosten genannt. Es gibt aber regionale Unterschiede.

Die Folgen des trockenen und heißen Sommers könnten sich in den kommenden Jahren bemerkbar machen. "Gerade frisch gepflanzte Nordmanntannen haben in einigen Regionen deutlich unter der Trockenheit gelitten, teilweise gab es auch Ausfälle", sagte Geschäftsführerin Karoline Leu von den Späth'schen Baumschulen in Berlin. Für das diesjährige Weihnachtsfest rechnet sie nicht mit größeren Auswirkungen, weil ältere und bereits erntereife Bäume mit der Hitze meist besser zurechtkommen.

Ein Weihnachtsbaum braucht in der Regel acht Jahre oder länger, bis er verkauft wird.

Der Werderaner Tannenhof, der schon am 6. November die Saison eröffnet, berichtete, dass es noch ausreichend Regen und keine Ausfälle bei Jungpflanzen gegeben habe. Auch die Gärtnerei Schubert in Grüntal - ein Ortsteil der Gemeinde Sydower Fließ im Landkreis Barnim - zeigte sich entspannt. "Wir erwarten eine gute Saison", sagte Mitinhaber Matthäus Schubert.

Wie entwickeln sich die Baum-Preise?

Die Kunden müssen wohl meistens etwas mehr bezahlen. "Die Verbraucherpreise für Weihnachtsbäume werden in diesem Jahr - je nach Anbieter, Qualität und Region - voraussichtlich um drei bis fünf Euro pro Meter steigen", teilte der Verband natürlicher Weihnachtsbaum auf Anfrage mit.

Er begründet die Steigerung damit, dass sich Kosten in vielen Bereichen erhöht hätten wie etwa für Logistik, Löhne, Pflanzenschutz und Verpackung. Zudem verringerten Betriebe ihre Produktionsflächen, die Mengen gingen zurück. Die Preisspannen dürften bei der Nordmanntanne als beliebtester Baumart bei 25 bis 33 Euro jede Meter liegen. Die Verbraucher griffen zunehmend zu kleineren Bäumen, die einfacher zu handhaben seien, meinte der Verband natürlicher Weihnachtsbaum.

Wer selbst sägt, zahlt weniger

Auch der Geschäftsführer des Werderaner Tannenhofs, Christian Mai, sagte, an den Verkaufsständen werde der Baum teurer, weil etwa die Spritkosten höher seien. Eine 1,75 Meter große Nordmanntanne in der Premiumqualität" werde in diesem Jahr 49,90 Euro kosten, im Vorjahr waren es 46 Euro. Der Werderaner Tannenhof kauft auch Bäume zu.

Der Baumpreis bleibt laut Geschäftsführer aber stabil, wenn die Kunden selber an der Säge stehen: Ein vergleichbarer 1,75 Meter-Baum zum Selberschlagen werde 45,50 Euro kosten, wie Mai sagte.

"Zeichen der Hoffnung"

Sparen kann wohl auch, wer nicht den Baum mit dem perfekten Wuchs sucht, sondern auch kleine Makel akzeptiert. "Aktionsbäume" seien teils günstiger, so Mai. Wichtig sei doch, dass ein grüner Baum an Weihnachten ein Zeichen der Hoffnung vermittle.

Die Gärtnerei Schubert, die ihren Weihnachtsbaumverkauf am 21. November startet, will nicht an den Preisen drehen, wie der Mitinhaber erklärte. Anfahrtswege zu entfernteren Ständen fielen nicht an, weil die Weihnachtsbäume vor Ort verkauft werden. Laut seiner Preisliste für selbst geschnittene Bäume ist die Nordmanntanne mit einer Höhe von 1,75 Metern für 35 Euro zu haben.

Muss es immer die Tanne sein?

Die Nordmanntanne gilt zwar als beliebtester Weihnachts-Klassiker, aber Gärtnermeister Schubert hat einen Tipp. Die Blaufichte sei eine gute Alternative: Sie sei fast genauso lange haltbar wie die Nordmanntanne, rieche intensiver, koste aber deutlich weniger.

Quelle: dpa

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