Anhaltende Angriffe der HuthiDeutschland erhöht humanitäre Hilfe für Jemen

Deutschland erhöht seine humanitäre Unterstützung für Jemen angesichts der dramatischen Lage im Land um weitere zehn Millionen Euro auf insgesamt 38 Millionen Euro.
"Die humanitäre Lage im Jemen wird durch die anhaltenden Angriffe der Houthis an den Rand des Abgrunds getrieben", schrieb Außenminister Johann Wadephul nach einem Treffen mit seiner jemenitischen Kollegin Afrah Abdulaziz Al-Zouba auf X. "Daher werden wir die Unterstützung für die jemenitische Bevölkerung um weitere 10 Millionen Euro auf 38 Millionen Euro aufstocken." Die Huthi müssten ihre "abscheulichen Angriffe" auf die Bevölkerung Jemens und Saudi-Arabiens unverzüglich einstellen, schrieb er. "Nur ein politischer Prozess kann dauerhaften Frieden bringen."
Deutschland stehe bereit, einen solchen Prozess zu unterstützen, hieß es aus dem Auswärtigen Amt. Im Mittelpunkt der Gespräche bei dem Treffen in Berlin hätten die Angriffe der Huthi in Jemen und Saudi-Arabien sowie die Lage in der Region, insbesondere am Bab al-Mandab und in der Straße von Hormus gestanden. Bereits vor den Angriffen der Huthi sei die humanitäre Lage im Jemen prekär gewesen. Die jüngsten Entwicklungen hätten die Situation deutlich verschärft.
Seit Monaten kommt es im Jemen erneut zu schweren Gefechten. Die vom Iran unterstützten Huthi kämpfen dabei unter anderem im Raum der strategisch wichtigen Stadt Tais gegen Truppen der Regierung, die von verbündeten Milizen und Saudi-Arabien unterstützt werden. Die Huthi greifen auch Ziele in der südlichen Küstenstadt Aden an, wo die international anerkannte Regierung ihren Sitz hat.