Köster: "Die Zeit von Manuel Neuer ist schon länger abgelaufen"
Nach dem nächsten Patzer von Manuel Neuer findet Fußballexperte Philipp Köster deutliche Worte. Der 40-Jährige hätte seine Karriere bereits vor der Saison beenden sollen, meint der "11Freunde"-Chefredakteur – und sieht nun sogar die Bayern-Führung in der Pflicht.
Spieler kassiert Rot für Kopfnuss - vom Trainer gibt es dafür einen Kuss
Lob und Liebe für Rot: Teammanager Roberto De Zerbi vom englischen Traditionsklub Tottenham Hotspur hat mit seiner Reaktion auf die Tätlichkeit seines Profis Rodrigo Bentancur auf der Insel für Verwunderung gesorgt. "Ich habe Bentancur in der Kabine geküsst", sagte der Italiener nach dem 1:1 (0:0) der Spurs bei Manchester United, "weil wir genau diese Art von Reaktion, diesen Charakter brauchen. Fußball ist Charakter."
Die Situation habe ihm "gefallen", führte De Zerbi bei Sky Sports aus: "Wir brauchen in solchen Momenten genau diese Einstellung – nicht die Rote Karte an sich, sondern die Haltung, die Niederlage nicht zu akzeptieren."
Tennisprofi dreht frei, verletzt sich dabei - und gewinnt
Erst zerlegt Alexander Bublik seinen Schläger, dann schlägt er vor Frust auf eine Tonne und verletzt sich dabei sogar. Doch der Kasache lässt sich davon nicht stoppen: Mit einer Bandage spielt der 29-Jährige gegen Brandon Nakashima weiter – und gewinnt die Partie dann doch noch.
Bayern- und BVB-Gegner produzieren kuriose Tabellen-Konstellation
Verrückte Tabellensituation in der norwegischen Eliteserien: Bayern Münchens kommender Champions-League-Gegner Viking Stavanger und Borussia Dortmunds Herausforderer FK Bodö/Glimt bilden nach 22 absolvierten Partien mit identischen Statistiken das Spitzenduo. Die beiden Topteams des skandinavischen Landes haben jeweils 17 Siege, zwei Unentschieden und drei Niederlagen auf dem Konto. Doch damit nicht genug: Auch bei der Anzahl der geschossenen Tore und der Gegentreffer (56:20) liegen die Klubs gleichauf.
"Jetzt ist alles ausgeglichen im Kampf um die Meisterschaft", schrieb die Zeitung Verdens Gang passend. "Es wird natürlich spannend, besonders wenn wir in etwa einem Monat hier zu Hause gegen Viking spielen", sagte Glimts Rechtsverteidiger Fredrik Sjövold, der mit seiner Mannschaft "nur" Zweiter ist. Der 5:0-Erfolg von Viking im Hinspiel gegen den großen Kontrahenten im April sorgt für die hauchdünne Tabellenführung des amtierenden Meisters. Das Rückspiel ist für den 30. Oktober datiert.
Burkardt schießt Matthäus vor 0:6 den Ball an den Kopf
Noch vor dem 0:6-Debakel gegen RB Leipzig sorgt Jonathan Burkardt für einen kuriosen Treffer. Beim Aufwärmen landet ein Ball des Frankfurters ausgerechnet am Sky-Tisch - und erwischt Experte Lothar Matthäus am Kopf.
Bittere Befürchtung um HSV-Kapitän bestätigt
Bittere Bestätigung für Nicolai Remberg: Der Kapitän des Hamburger SV fällt mit einem Kreuzbandriss im Knie monatelang aus. Dies bestätigte sein Klub einen Tag nach dem 3:2 (1:1)-Erfolg bei der TSG Hoffenheim.
"Es ist ein bitterer Moment für ihn persönlich und für uns als Mannschaft, weil er genau der Spieler ist, der verkörpert, was den neuen HSV ausmachen soll", hatte Trainer Merlin Polzin bereits nach dem Erfolg in Hoffenheim gesagt und schon da Schlimmes befürchtet: "Es sieht absolut beschissen aus. Der Verdacht auf eine Kreuzbandverletzung ist definitiv da." Dieser hat sich nun erhärtet.
Der 26 Jahre alte Remberg musste nach einem Zweikampf mit dem Hoffenheimer Neu-Nationalspieler Bambasé Conté behandelt werden (35.) und spielte zunächst weiter. Sechs Minuten später wurde der Mittelfeldspieler ausgewechselt
"Lächerlich": Bochumer Ultras machen sich über Hüpfverbot lustig
Die Ultras des Fußball-Zweitligisten VfL Bochum haben scharfe Kritik am Hüpfverbot im Ruhrstadion geäußert und die kuriose Maßnahme als "irrsinnig" und "lächerlich" bezeichnet. Die Kritik richtet sich hauptsächlich gegen das Bauordnungsamt der Stadt Bochum und nicht gegen den Verein, der laut der Erklärung der Ultras auf ihrer Homepage die Begründung "nahezu wörtlich" übernehmen und erst nach einer "Nachrichtensperre" wenige Tage vor dem Heimspiel am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) gegen Arminia Bielefeld bekannt geben durfte.
"Völlig zu Recht" werde sich "länderübergreifend über die Situation lustig gemacht", schreiben die Ultras in ihrer "Stellungnahme zum irrsinnigen Hüpfverbot", dessen Begründung "an Lächerlichkeit kaum zu überbieten" sei. Grund sei nicht, dass die Statik der Ostkurve gefährdet sein, sondern dass starke Schwingungen zu "Unwohlsein" bei "ungeübten" Zuschauern führen könnten.
"An nichts zu rütteln": Eberl reagiert auf Neuer-Patzer
Bayern Münchens Torwart Manuel Neuer patzt in Augsburg historisch. Obwohl in Jonas Urbig der Kronprinz längst bereit steht, kratzt noch niemand beim Rekordmeister am Denkmal der Torwart-Ikone. "Da gibt es jetzt überhaupt nichts an irgendwas zu rütteln, nur weil Manu jetzt einen Fehler gemacht hat", betonte Sportvorstand Max Eberl. Der 23 Jahre alte Urbig entwickle sich "herausragend. Manu hat einen sehr, sehr großen Anteil daran und ist trotzdem unsere Nummer eins hier", fügte er bestimmt an.
Auch von seinem Coach gab es keinerlei Vorwürfe. "Das kann man nicht ändern oder schönreden. Bei einem 20 Jahre alten Torwart hättest du als Trainer jetzt ein bisschen Arbeit. Aber Manu weiß, wie er damit umgehen muss. Es ist schade, aber als Mannschaft stehen wir immer zusammen", sagte Kompany. "Fehler passieren, weiter geht's", fügte Eberl an.
Burkardt entschuldigt sich nach 0:6-Debakel bei seinen Eltern
Nach dem 0:6-Debakel bei RB Leipzig herrscht bei Eintracht Frankfurt Frust. Jonathan Burkardt entschuldigt sich bei Fans und Familie, Noah Atubolu spricht von einer Leistung "zum Schämen". Auch Trainer Adi Hütter findet deutliche Worte – und nennt das Defensivverhalten "nicht bundesligatauglich".
Rekord-Hattrick verwandelt Duisburg in "Hollywood"
Dietmar Hirsch wähnte sich am Walk of Fame in Los Angeles statt in der Schauinsland-Reisen-Arena in Duisburg. "Sowas geht nur in Hollywood und hier, das ist unfassbar", sagte der Trainer des Drittliga-Tabellenführer MSV Duisburg nach dem wilden 3:2 (0:2) gegen die Zweitvertretung der TSG Hoffenheim bei Magentasport.
Was war passiert? Schalke-Leihgabe Peter Remmert erzielte innerhalb von sechs Minuten den schnellsten Hattrick der Drittliga-Historie. Mit seinen Treffern in der 71., 72. und 77. Minute ließ er den MSV jubeln. "Wir haben es alle komplett gedreht und Peter Remmert steht heute über allem. Jetzt müssen wir gucken, dass wir runterkommen und der Puls unter dreistellig kommt, dass ich am Dienstag wieder klar bin", sagte Trainer Hirsch.
Bundesliga-Keeper vergießt nach emotionalem Debüt "ein paar Tränen"
Als sein erstes Bundesligaspiel vorbei war, wurde Dennis Seimen so richtig emotional. "Bei mir sind nach dem Spiel schon ein paar Tränen geflossen", sagte der 21 Jahre alte Torwart des VfB Stuttgart. "Dass ich mein Bundesliga-Debüt in Paderborn feiern darf, ist eine Geschichte, die nur der Fußball schreibt", sagte Seimen.
Im vergangenen Jahr war das große Torwart-Talent vom VfB an den SC Paderborn ausgeliehen und hatte großen Anteil daran, dass die Ostwestfalen in der Relegation gegen den VfL Wolfsburg den Aufstieg in die Bundesliga schafften. Auch deshalb war der Empfang sehr herzlich. Seimen wurde vor der Partie extra noch einmal separat begrüßt und bekam von den Zuschauern viel Applaus.
"Das hat mich sehr gefreut und ist schon etwas ganz Besonderes", sagte Seimen, der zu Saisonbeginn verletzungsbedingt passen musste. Jetzt ist er aber wieder gesund und nutzte die XXL-Länderspielpause, um letzte Zweifel an seiner Fitness auszuräumen.
Neuer RB-Fußballchef würgt Nagelsmann-Gerüchte ab
Roger Schmidt hat als neuer globaler Fußball-Chef von Red Bull die Gerüchte um eine Leipzig-Rückkehr von Julian Nagelsmann abmoderiert. "Wir sind da ganz weit von entfernt. Wir wollen an allen unseren Standorten eine gewisse Kontinuität auf der Trainerposition", sagte der 59-Jährige im ZDF-Sportstudio. Schmidt hatte am 1. Oktober die Nachfolger von Jürgen Klopp auf der Position angetreten.
Weil Leipzigs neuer Trainer Martin Demichelis vor dem überzeugenden 6:0 gegen Eintracht Frankfurt mit nur zwei Siegen aus vier Spielen in die Bundesliga gestartet war, stand der Argentinier in der Kritik. Sky brachte unter der Woche den Ex-Leipziger Nagelsmann ins Gespräch, betonte aber auch, dass noch keine konkreten Gespräche stattgefunden hätten.
Schnellstes Tor der Geschichte könnte für Fellhauer noch teuer werden
Sein Eintrag in die Geschichtsbücher der Fußball-Bundelsiga könnte Robin Fellhauer noch teuer zu stehen kommen. "Mir wurde nur eben vom Herrn Gregoritsch (Michael, d. Red.) zugeflüstert, dass ich der Mannschaft einen ausgeben muss", sagte der 28-Jährige vom FC Augsburg nach seinem historischen Treffer beim 2:2 (1:0) gegen den FC Bayern - und grinste.
Schon nach 8,4 Sekunden hatte Fellhauer nach einem schweren Fehler von Bayern-Torwart Manuel Neuer zur Führung getroffen - schneller war zuvor kein Spieler in der Liga-Geschichte. Die bisherigen Rekordhalter Kevin Volland und Karim Bellarabi (neun Sekunden) gratulierten dem neuen Rekordhalter per Grußbotschaft. "Das", sagte Fellhauer stolz, "ist dann schon eine sehr, sehr coole Sache."
Kimmich macht eine DFB-Ansage: "Weiß, wie das Geschäft läuft"
In der Debatte über seine Zukunft in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft hat Kapitän Joshua Kimmich seine Ansprüche unterstrichen. "Ich bin jetzt elf Jahre dabei, ich weiß, wie das Geschäft läuft", sagte der Profi des FC Bayern nach dem 2:2 in Augsburg angesprochen auf die vergangenen Tage.
Da hatte etwa Ex-Nationalspieler Oliver Kahn gesagt, dass Kimmich nicht mehr automatisch einen Stammplatz im DFB-Team habe. Lothar Matthäus meinte, dass sich Kimmich als Anführer nun beweisen müsse "Ehrlicherweise habe ich es gar nicht verfolgt, aber man kriegt ja trotzdem mit, dass ein bisschen was los war", bemerkte Kimmich. "Das Einzige, worauf ich mich konzentrieren kann und muss, ist auf meine Leistung. Das mache ich, das habe ich die letzten elf Jahre gemacht, das werde ich weiterhin so machen."





