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ThüringenErneut mehrere Hundert Metaller in Thüringen im Warnstreik

03.11.2026, 18:33 Uhr
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Vor der nächsten Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie hat es auch in Thüringen erneut Warnstreiks gegeben. Am Mittwoch soll es weitergehen.

Eisenach (dpa/th) - Im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie haben am Dienstag mehrere Hundert Beschäftigte der Thüringer Auto- und Autozulieferindustrie zeitweise die Arbeit niedergelegt. In der zweiten Warnstreikwelle seit Wochenbeginn stand unter anderem im Opel-Werk Eisenach die Produktion in der Früh- und Spätschicht jeweils für zwei Stunden still, wie ein Sprecher der Gewerkschaft IG Metall auf Anfrage sagte. 450 Beschäftigte der Früh- und 400 Beschäftigte der Spätschicht hätten sich am Warnstreik beteiligt.

Bei einem benachbarten Autozulieferer seien es 140 Beschäftigte gewesen. Die Gewerkschaft hatte die Belegschaft von insgesamt neun Betrieben zum Warnstreik aufgerufen.

Mehrstündiger Ausstand am Mittwoch geplant

Für Mittwoch ruft die IG Metall weitere Beschäftigte zum mehrstündigen Ausstand auf. Dazu gehören die Früh- und Spätschicht von Bosch in Eisenach. "Rund 900 Kolleginnen und Kollegen werden sich am Warnstreik beteiligen", teilte die IG Metall Eisenach mit. "Die Beschäftigten halten den Druck weiter aufrecht. Gerade in Eisenach, wo die Einkommen im bundesweiten Vergleich weiterhin zu den niedrigsten zählen, ist die Erwartung an eine spürbare Entgelterhöhung besonders groß", so der 1. Bevollmächtigte Toni Bernheiden.

Mit den Warnstreiks will die Gewerkschaft den Druck auf die Arbeitgeber vor der nächsten Verhandlungsrunde erhöhen. Bisher liegen die Positionen beider Seiten weit auseinander. Die IG Metall fordert unter anderem fünf Prozent höhere Entgelte bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Arbeitgeber hatten ein Angebot vorgelegt, das im kommenden Jahr eine Einmalzahlung in Höhe von einem Prozent des Bruttojahresgehalts und ab Juli 2028 eine Stufenerhöhung von 1,3 Prozent vorsah. Begründet wurde die Offerte, die unter der Inflationsrate liegt, mit der schwierigen wirtschaftlichen Lage vieler Unternehmen.

Quelle: dpa

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