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Rheinland-Pfalz & SaarlandSpeyer verurteilt Drohung gegen Jüdische Kultusgemeinde

19.10.2026, 18:26 Uhr
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Drei Tage nach einem Drohbrief mit einer weißen pulverförmigen Substanz ermittelt die Kripo weiter. Jetzt meldet sich die Stadt Speyer zu Wort.

Speyer (dpa/lrs) - Die Stadt Speyer hat die Drohung gegen die Synagoge und die Jüdische Kultusgemeinde der Rheinpfalz vom Freitag scharf verurteilt. Der Vorfall sei "ein gezielter Einschüchterungsversuch gegen die jüdische Gemeinde und ein Angriff auf das friedliche Zusammenleben in der Stadt", teilte die Stadt mit. Speyer stehe an der Seite der Betroffenen und setze sich weiterhin entschieden gegen Antisemitismus ein, hieß es.

Speyer habe eine besondere Verantwortung. Gemeinsam mit Mainz und Worms gehöre die Stadt zu den sogenannten Schum-Stätten, benannt nach den hebräischen Anfangsbuchstaben der drei Städte, die 2021 als erstes jüdisches Kulturgut in Deutschland mit ihren Synagogen, Ritualbädern und mittelalterlichen jüdischen Friedhöfen zum Unesco-Welterbe erklärt wurden.

Dieses Erbe zu bewahren bedeute mehr, als historische Orte zu schützen und die Erinnerung an vergangene Generationen wachzuhalten. "Es bedeutet auch, für die jüdischen Menschen einzustehen, die das Leben in der Stadt heute mitgestalten", teilte die Stadt mit. "Eine lebendige Erinnerungskultur muss sich daran messen lassen, wie entschieden Antisemitismus entgegengetreten und jüdisches Leben in der Gegenwart geschützt wird."

Ermittlungen laufen

Die Polizei ermittelt wegen eines Drohbriefs, der am Freitagmorgen per Post bei der Jüdischen Kultusgemeinde der Rheinpfalz in Speyer einging. Darin drohte laut Polizei der unbekannte Verfasser damit, die Synagoge in die Luft zu sprengen.

In dem Brief befand sich laut Polizei zudem ein unbekanntes Pulver. Die Untersuchung der weißen Substanz ergab, dass von ihr keine Gefahr ausging. Experten des Landeskriminalamtes stellten nach einer Prüfung fest, dass derzeit keine Anhaltspunkte für eine konkrete Gefährdung vorliegen.

Quelle: dpa

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