Rheinland-Pfalz & SaarlandErmittlungen nach Gewalttod von Studenten bald abgeschlossen

Zwei Studenten wurden im Juli in Trier gewaltsam getötet. Die Ermittlungen gegen die Tatverdächtigen laufen. Was ist Stand der Dinge?
Trier (dpa/lrs) - Rund drei Monate nach dem gewaltsamen Tod von zwei Studenten in Trier sind die Ermittlungen in den beiden Verfahren weit vorangeschritten. "Sie werden voraussichtlich in Kürze abgeschlossen werden können", teilte der Leitende Oberstaatsanwalt Peter Fritzen in Trier auf Anfrage der Deutschen-Agentur mit.
Am 15. Juli war ein 22 Jahre alter Student in Trier in der Nähe des Universitätsgeländes erstochen worden. Tatverdächtig in diesem Fall ist ein 22 Jahre alter Mann aus Afghanistan. Er soll den Studenten auf offener Straße angegriffen und tödlich verletzt haben - Täter und Opfer kannten sich nicht.
Der Beschuldigte wurde einstweilig in einer geschlossenen forensischen Psychiatrie untergebracht. Den Ermittlungen zufolge leidet er an einer psychischen Erkrankung. Der getötete Student kam aus Landstuhl im Kreis Kaiserslautern.
Keine weiteren Auskünfte zu Ermittlungsergebnissen
Im zweiten Fall wurde ein 29 Jahre alte Studentin am 16. Juli mit einem unbekannten Stichwerkzeug in ihrer Wohnung so stark verletzt, dass sie starb. Als Tatverdächtige sitzen ein 35-jähriger Mann aus dem Saarland und eine 25-jährige Frau aus Trier in Untersuchungshaft.
Laut den Ermittlungen soll das Duo den Plan gefasst haben, die Bankkarten der 29-Jährigen zu stehlen und für eigene Zwecke Geld vom Konto der Frau abzuheben. Ermittelt wird wegen des Verdachts des gemeinschaftlichen Mordes aus Habgier.
Nähere Auskünfte zu einzelnen Ermittlungsergebnissen werden laut Oberstaatsanwalt derzeit nicht erteilt, da dies die sachgerechte Durchführung beider Verfahren beeinträchtigen würde. Das gelte auch für mögliche Stellungnahmen der Beschuldigten.