Nordrhein-WestfalenBemerkenswerte Selbstkritik: Schalke-Coach räumt Fehler ein

Miron Muslic erklärt die Schalker Niederlage in Freiburg - und beeindruckt damit auch seinen Trainerkollegen. Der spricht von "wahrer Größe".
Freiburg (dpa/lnw) - Die Selbstkritik seines Trainerkollegen nötigte Julian Schuster großen Respekt ab. Das sei "wahre Größe", sagte der Coach des SC Freiburg über die Analyse von Miron Muslic. Das habe er selten so erlebt. Muslic hatte die 1:2 (1:1)-Niederlage des FC Schalke 04 in Freiburg zuvor auf seine Kappe genommen. Er habe einen Fehler gemacht, räumte er offen ein.
"Ich habe die Statik verändert. Das hat der Mannschaft nicht gutgetan", erklärte der 44-Jährige nach der Partie am Sonntagabend. Die Schalker hatten nach dem Platzverweis gegen Freiburgs Yuito Suzuki in der 64. Minute fast eine halbe Stunde in Überzahl gespielt, durch ein spätes Tor von Keisuke Goto (85.) dann aber noch mit 1:2 verloren. Weil Muslic zu offensiv gewechselt und zudem auch noch sein System verändert hatte?
Muslic: "All in gegangen"
Das "Momentum, das entstanden ist", habe er nutzen wollen, sagte der Coach. "Erstens durch unsere Leistung, zweitens durch die Gelb-Rote Karte". Er sei "all in gegangen". Unter anderem hatte er Routinier Edin Dzeko eingewechselt, später auch noch Hee-Chan Hwang. Doch die Freiburger schlugen zurück und bescherten Schalke die zweite Niedlerage in dieser Bundesliga-Saison.
"Ich bin sehr, sehr enttäuscht, weil ein Punkt absolut drin war", resümierte Muslic, dessen Team nach fünf Spieltagen auf Tabellenplatz 13 liegt und vor allem bezüglich der Torgefahr weiter zulegen muss. Kommenden Samstag (15.30 Uhr/Sky) treffen die Königsblauen vor heimischer Kulisse auf den 1. FSV Mainz 05.