Regionalnachrichten

Niedersachsen & BremenTotes Ehepaar in Bremen - Anklage wegen Mordes

20.10.2026, 13:08 Uhr
image

Die Ermittler sind sich inzwischen sicher: Ein junger Mann soll seine Nachbarn ermordet haben. Wie es in dem Fall nun weitergeht.

Bremen (dpa/lni) - Nach dem gewaltsamen Tod eines Bremer Ehepaares hat die Staatsanwaltschaft Anklage erhoben. Die Ermittler werfen einem Nachbarn heimtückischen Mord vor, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft mitteilte. Das Landgericht prüft nun, ob die Anklage zugelassen wird und der Mann bald vor Gericht steht. Zuvor hatte das Regionalmagazin "buten un binnen" berichtet.

Nachbarn umgebracht? Was dem Mann vorgeworfen wird

Der junge Mann steht unter Verdacht, Ende Juni das Paar mit einer selbst gebastelten Stichwaffe im Stadtteil Vegesack umgebracht zu haben. Die Staatsanwaltschaft geht nach eigenen Angaben davon aus, dass er zunächst die 35-jährige Frau aus Habgier ermordete. Einsatzkräfte fanden ihre Leiche im Keller des Mehrparteienhauses, wo der Verdächtige und das Paar wohnten.

Anschließend soll der damals 22-Jährige ihren Mann ermordet haben, um die erste Tat zu verschleiern. Der 40-Jährige erlag seinen Stich- und Schnittverletzungen auf einem Gehweg in der Nähe des Hauses. Das zwei Jahre alte Kind des Paares war zu dem Zeitpunkt in der Wohnung und blieb unverletzt.

Spezialkräfte hatten den Verdächtigen wenige Tage nach der Tat mit lebensgefährlichen Verletzungen in einem Maisfeld im niedersächsischen Schwanewede gefunden und reanimiert. Er war zunächst in einer Klinik und sitzt inzwischen in Untersuchungshaft. Nach Angaben der Ermittler gab es zunächst keine Hinweise auf eine psychische Störung.

Quelle: dpa

Regionales