Mecklenburg-VorpommernGeheimnis um Preisträger der Festspiele MV gelüftet

In Mecklenburg-Vorpommern haben musikalische Weltkarrieren begonnen. Die Festspiele MV gelten mit ihrer Reihe "Junge Elite" als gute Adresse für den aufstrebenden Klassik-Nachwuchs.
Schwerin (dpa/mv) - Die Klassik-Stars Daniel Hope, Julia Fischer und Daniel Müller-Schott haben eines gemeinsam: Am Beginn ihrer Karriere haben sie bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern einen der begehrten "Junge Elite"-Preise gewonnen. Die Geigerin Julia Fischer war die bisher jüngste Preisträgerin - sie gewann den Solistenpreis 1997 im Alter von 14 Jahren. Im Jahr darauf erhielt der Geiger Daniel Hope den Ensemblepreis, der Cellist Daniel Müller-Schott 1995 den Solistenpreis.
Jetzt sind die Preisträger der "Junge Elite" 2026 bekanntgegeben worden. Damit verbunden ist nicht nur Geld, sondern auch Einladungen zu Konzerten der Festspiele in den Folgejahren. Für junge Künstler ist das mindestens genauso viel wert.
Solistenpreis an italienischen Geiger
Der Solistenpreis 2026 geht mit 5.000 Euro an den Geiger Andrea Cicalese, wie die Festspiele mitteilten. "Am 16. August feierte er auf Schloss Basthorst sein Festspiel-Debüt und eroberte die Herzen im Sturm", hieß es. Der junge Italiener, der in München aufwuchs, glänzte demnach mit Sonaten von Schubert, Brahms und Franck.
Der britische Hornist Ben Goldscheider erspielte sich den Publikumspreis mit seinem Auftritt am 16. Juli auf dem Jagdschloss Kotelow, wie die Festspiele weiter mitteilten. Auch diese Auszeichnung ist mit 5.000 Euro dotiert. Der Ensemblepreis, verbunden mit 10.000 Euro, geht den Angaben zufolge an das Saxofonquartett Kebyart, das am 3. Juli im Schweriner Perzina-Saal zu erleben war. Das Ensemble wurde bereits 2014 in Barcelona gegründet, wie es hieß.
Preisträger-Gala
"Wir freuen uns schon jetzt auf den Festspielsommer 2027, wenn unsere tollen neuen Preisträger in der traditionellen Gala ihre Auszeichnungen entgegennehmen", erklärte die Intendantin der Festspiele MV, Ursula Haselböck. Die Gala finde am 18. Juli statt.
Nach 13 Wochen und 120 Konzerten war der Festspielsommer 2026 Mitte September zu Ende gegangen. Rund 65.000 Besucher kamen nach Angaben der Veranstalter zu den Konzerten in 90 Spielstätten - vom Schlosspark bis zur Dorfkirche. Damit verfehlte das Festival die zuvor ausgegebene Zielmarke von 70.000 verkauften Karten.