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BayernSelbstversorger erschossen: Polizeitaucher suchen Fluss ab

19.10.2026, 12:04 Uhr
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Nach dem gewaltsamen Tod eines Selbstversorgers im Unterallgäu gingen Taucher im Illerkanal und in der Iller Hinweisen nach. Die Polizei hielt sich bedeckt, ob etwas gefunden wurde.

Breitenbrunn (dpa/lby) - Mehr als sechs Monate nach dem gewaltsamen Tod eines Selbstversorgers auf einem Einödhof im Unterallgäu will sich die Polizei nicht zu möglichen neuen Erkenntnissen äußern. Polizeitaucher hätten den Illerkanal und die Iller bei Altenstadt durchsucht, sagte ein Polizeisprecher. Ob sie etwas Verwertbares fanden, wollte er aus ermittlungstaktischen Gründen aber nicht mitteilen. Zuvor hatte die "Augsburger Allgemeine" über den Einsatz berichtet.

Die größeren Suchmaßnahmen der Sonderkommission "Waldrand" seien inzwischen abgeschlossen, berichtete der Sprecher von der Aktion am Donnerstag. Zu den Hinweisen, die den Einsatz rechtfertigten, machte er keine Angaben.

Tatwaffe bleibt verschwunden

Der 33-Jährige war am Karfreitag tot auf seinem Einödhof in Kunzach nahe dem Ort Bedernau in der Gemeinde Breitenbrunn gefunden worden. Nach Angaben von Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei wurde er in der Nacht auf den 1. April mit einem Gewehr erschossen. Am Tatort wurden Projektile sichergestellt, von der Tatwaffe fehlt bis heute jede Spur. Möglicherweise wurde sie nach der Tat entsorgt.

Die Polizei geht davon aus, dass sich Täter und Opfer kannten. Der Mann lebte nach Angaben der Polizei als Selbstversorger, betrieb eine solidarische Landwirtschaft und bot Kurse sowie Stellplätze für Camper an.

"Soko Waldrand" sucht Zeugen

Rund eine Woche nach dem Fund der Leiche hatte die Polizei das Anwesen eines 50-jährigen Verdächtigen durchsucht, auch Spezialkräfte waren im Einsatz. Eine Festnahme gab es bislang aber nicht. Die Ermittlerinnen und Ermittler suchen deshalb weiter nach Zeugen. Für Hinweise, die zur Festnahme führen, ist eine Belohnung von bis zu 5.000 Euro ausgesetzt.

Rutengehen und Astrologie

Der Fall wurde in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... Ungelöst" vorgestellt. Wie es in der Sendung hieß, war der Selbstversorger geschieden und hatte einen fünfjährigen Sohn, um den er sich regelmäßig kümmerte. Sein Anwesen verfügte weder über einen Kanalanschluss noch über eine Wasser- oder Stromversorgung. Auf seinem Hof veranstaltete er gelegentlich kleinere Festivals mit esoterischen Kursen und ging Interessen nach wie Rutengehen, Astrologie und der Herstellung pflanzlicher Essenzen.

Quelle: dpa

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