mit Friederike ZörnerDas war Donnerstag, der 01. Oktober 2026
Seit 1975 wird der Hermann-Ehlers-Preis im Gedenken an den ehemaligen Präsidenten des Deutschen Bundestages, Hermann Ehlers, verliehen. Er würdigt Persönlichkeiten, die sich in herausragender Weise um die freiheitlich-demokratische Grundordnung, das Gemeinwohl und die Stärkung der parlamentarischen Kultur verdient gemacht haben. In diesem Jahr ist die Preisträgerin die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel. "Du hast an der Spitze der Bundesregierung unserer freiheitlichen Demokratie in einem stabilen Europa Gewicht und Stabilität gegeben", sagte der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Daniel Günther bei einer Feierstunde in seiner Laudatio.
"Heute, wo der Multilateralismus unter enormem Druck steht und wo internationale Verständigung immer schwerer erscheint, ist die Stabilität der Europäischen Union ein echtes Pfund - und vieles von dieser Stabilität verdanken wir Deinem Einsatz, verdanken wir Deine Staatskunst." Günther würdigte Merkel als eine große Staatsfrau, eine überzeugte Europäerin und eine langjährige Bundeskanzlerin, "die unser Land durch viele Herausforderungen geführt hat". Das lasse ich hier mal so stehen.
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Kommen Sie gut durch die Nacht. Bis morgen.
Zwei Giftspritzen überlebt: Christa Pike nach Hinrichtungsversuch in kritischem Zustand
Die wegen Mordes zum Tode verurteilte Christa Pike hat zwar die Verabreichung von gleich zwei Giftspritzen überlebt, sie befindet sich nach dem gescheiterten Hinrichtungsversuch laut ihren Anwälten jedoch in kritischem Zustand. Sie erhalte eine lebensrettende Behandlung, eine genaue Prognose für ihren Gesundheitszustand gebe es bislang nicht, sagte ihr Anwalt Randy Spivey bei einer Pressekonferenz. Die Verteidigung forderte Tennessees Gouverneur Bill Lee auf, Pikes Todesstrafe aufzuheben und sie stattdessen lebenslang in Haft zu lassen.
Die Anwälte berichteten von zahlreichen Problemen während der versuchten Hinrichtung. Demnach dauerte es etwa eine Stunde, die intravenösen Zugänge zu legen. Allein an Pikes linkem Arm habe er sieben Einstiche gezählt, so Spivey. Eine der verwendeten Nadeln sei beim Herausziehen offenbar verbogen gewesen. Während der Verabreichung der Medikamente habe sich ihr rechter Arm zunehmend violett verfärbt. Inzwischen gebe es nach Angaben der Verteidigung Blasen und Verbrennungen rund um die Einstichstellen. Spivey sagte zudem, er habe Pike nach der ersten Verabreichung noch sprechen und singen gehört.
Polizei droht mit Swift-Songs in Dauerschleife - Fans empört
Ist Taylor Swifts Musik so furchtbar, dass ihr bloßes Abspielen einer Bestrafung gleichkommt? Wenn es nach einer Polizeibehörde im US-Bundesstaat North Carolina geht: ja. "Alle, die heute festgenommen werden, müssen die neuen Songs von Taylor Swift in Dauerschleife hören", teilte die Polizei von Greensboro bei X mit. Daraufhin gab es Tausende Kommentare, viele davon Beschwerden und Unterstützung für Swift. Die Polizeibehörde entschuldigte sich später dafür, einen derartigen Wirbel vor allem unter Swift-Fans ausgelöst zu haben. "Bitte hört weiter 'The Life of a Showgirl'." Pop-Superstar Swift hatte vor wenigen Tagen mehrere neue Songs herausgebracht, die als eine Art Zusatz zu ihrem jüngsten Album "The Life of a Showgirl" veröffentlicht wurden.
"Es gab überwältigende Unterstützung und Lacher von der Online-Gemeinschaft dafür, denn die meisten Menschen lieben ihre Musik oder eben nicht, und wir haben uns entschieden, damit ein bisschen Spaß zu haben. Es gab auch ein paar Profile auf X, die Taylor-Fans sind und sich bei uns beschwert haben, und wir sind froh, von beiden Seiten zu hören", sagte ein Sprecher der Polizeibehörde.
Häftling in Berliner JVA soll Affäre mit Justizangestellten gehabt haben
"Vorsorglich wurde eine räumliche Trennung sichergestellt": Die Berliner Justiz geht Vorwürfen nach, wonach zwei Mitarbeiterinnen des Strafvollzugs eine Liebesbeziehung mit einem Häftling hatten. Auf entsprechende Behauptungen habe der Vollzug unmittelbar mit einer Untersuchung reagiert, teilte die Berliner Senatsverwaltung für Justiz auf Anfrage mit. Bei dem Gefangenen handele es sich um einen Mann, der eine lebenslange Freiheitsstrafe verbüße. Weitere Angaben würden aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht gemacht, so die Justizverwaltung. Nach Recherchen der "Bild"-Zeitung soll der Mann ein Mitglied der Rockergruppe "Hells Angels" gewesen sein.
Trump: Bereue Nominierung der Supreme-Court-Richter
Neil Gorsuch, Brett Kavanaugh, Amy Coney Barrett: Das sind die Personen, die US-Präsident Donald Trump in seiner ersten Amtszeit als Richter beziehungsweise Richterin am Supreme Court ernannt hat. Entscheidungen, die er nach eigenen Angaben heute bereut. Eine entsprechende Frage bejahte Trump im Interview mit dem "Time"-Magazin. "Ich habe ihnen die Stelle ihres Lebens verschafft, und sie stimmen oft gegen mich." Auf die Frage, ob er von ihnen Loyalität erwarte, sagte Trump: "Ich schätze Loyalität, ja." Erst auf die erneute Nachfrage sagte er dann, von seinen Kandidaten keine Loyalität zu erwarten.
Trump hatte zuletzt mit immer schärferen Worten gegen die Richterinnen und Richter am Supreme Court gewettert, die natürlich unabhängig entscheiden. Mitte September hatte er ihnen unterstellt, sich von der radikalen Linken beeinflussen zu lassen. "Das sind nicht die Leute, die ich für eine Tätigkeit am Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten befragt habe", schrieb er damals. In einigen wenigen großen Fällen - etwa Trumps Zölle - stimmte das Gericht zwar gegen die US-Regierung. Tatsächlich gilt das oberste Gericht nach den Neubesetzungen durch Trump aber als so konservativ wie lange nicht. Und: Der Supreme Court weitete die Macht des Präsidenten in Trumps Amtszeit erheblich aus.
Unfallreihe eskaliert: Fahrer springt aus Kran-Wagen, kurz bevor er entflammt
Auf einer Autobahn in Mexiko endet eine Reihe von Unfällen mit einem Kranfahrzeug in Flammen. Aufnahmen zeigen mehrere Wagen, die anscheinend schon zuvor an der Stelle verunfallten. Auch der Kran-Wagen gerät auf der nassen Fahrbahn ins Schlingern, kollidiert mit der Leitplanke und geht in Flammen auf.
"Scheiße": Sarah Kuttner sagt nach Krebsvorsorge Termine ab
Die Moderatorin und Autorin Sarah Kuttner muss kurzfristig mehrere geplante öffentliche Termine absagen. Wie sie auf Instagram in einem Video erzählt, hat sie die Entscheidung nach einer Krebsvorsorge-Untersuchung bei ihrer Frauenärztin getroffen. "Endlich wieder schlechte Nachrichten", eröffnete Kuttner ihren Clip und schilderte, dass ihre Ärztin mit dem Wort "Scheiße" ihre aktuelle Situation beschrieben habe. Nun sage sie eine Lesung am Freitag in Göttingen ab sowie eine Podcast-Aufzeichnung für "Das Kleine Fernsehballett" in der kommenden Woche. Für die Umstände bat die 47-Jährige um Entschuldigung und ihre Fangemeinde sogleich, Daumen zu drücken für die nun anstehenden weiteren Untersuchungen. Dort soll herausgefunden werden, "wie groß die Kacke tatsächlich ist".
USA sollen für Atomtests auf Marshallinseln Entschädigung zahlen
Das UN-Menschenrechtsbüro hat die USA aufgefordert, die Marshallinseln für Atomtests in den Jahren 1946 bis 1958 zu entschädigen. Washington müsse anerkennen, dass es "noch keine vollständige und gerechte Regelung" der Forderungen im Zusammenhang mit dem Atomprogramm gegeben habe, hieß es in einem Bericht an den UN-Menschenrechtsrat in Genf. Die USA müssten umfassende und wirksame Hilfe für die betroffenen Bewohnerinnen und Bewohner bereitstellen. Gleichzeitig müssten sämtliche Informationen über die Tests offengelegt und für alle zugänglich gemacht werden. Ob das unter einem Präsidenten Donald Trump geschieht, darf bezweifelt werden.
Die im Zweiten Weltkrieg von den USA besetzten Marshallinseln im Pazifischen Ozean waren zwischen 1946 und 1958 Schauplatz von 67 US-Atomtests. Laut einem UN-Bericht war die Gesamtexplosionskraft der Tests exakt 7232-mal so stark wie die der auf das japanische Hiroshima abgeworfenen Atombombe. Die Umwelt- und Gesundheitsfolgen sind für die etwa 37.000 Inselbewohner bis heute zu spüren. Für die Menschen gehöre "diese Geschichte nicht der Vergangenheit an", sagte die stellvertretende UN-Menschenrechts-Chefin Awa Dabo vor dem Menschenrechtsrat. "Sie lebt weiter in Körpern und Familien, in vergiftetem Land und vertriebenen Gemeinschaften."
Großbritannien muss unfreiwillig zahlreiche Häftlinge auf freien Fuß setzen
Großbritannien kämpft seit Jahren mit massiv überfüllten Haftanstalten, in denen teils marode Zustände herrschen. Das hat drastische Folgen: Erneut hat die britische Regierung zahlreiche Insassen in England und Wales vorzeitig aus der Haft entlassen. Mit dem heute gestarteten Programm können bestimmte Straftäter nun grundsätzlich bereits nach Verbüßung eines Drittels ihrer Strafe aus dem Gefängnis entlassen werden. Zuvor galten schärfere Regeln. Immer wieder wurden in den vergangenen Jahren Häftlinge unter bestimmten Auflagen vorzeitig entlassen, um Platz in den Gefängnissen zu schaffen und einen Zusammenbruch des Justizsystems zu verhindern. Kritik an den aufgeweichten Regelungen gibt es unter anderem von Opferschutzorganisationen.
Unter dem neu eingeführten Programm sollen in den kommenden Monaten Tausende weitere Häftlinge freigelassen werden. Unter den Freigelassenen können auch Personen sein, die wegen Straftaten im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt verurteilt wurden, sofern ihre konkrete Straftat nicht von dem Programm ausgeschlossen ist. Ausgenommen sind unter anderem wegen Totschlags verurteilte Personen sowie Täter bestimmter anderer schwerer Straftaten. Lebenslange Haftstrafen, wie sie etwa bei Mord verhängt werden, fallen ebenfalls nicht unter das neue Programm.
Bericht: AfD-Politiker schleust rechtsextremen Aktivisten bei Bundeswehrübung ein
Der AfD-Verteidigungspolitiker Hannes Gnauck hat offenbar einen Aktivisten der rechtsextremen "Identitären Bewegung" bei einer nicht öffentlichen Bundeswehrübung eingeschleust. Vor dem "Multiplikatorentag" des Heeres in Munster am 5. Mai soll Gnauck Jannis George über den Verteidigungsausschuss des Bundestags als Begleitung für sich angemeldet haben. Das berichtet der "Spiegel". Die Einladung richtete sich demnach an Abgeordnete, Rüstungsinsider und Wissenschaftler. Auf dem Übungsplatz wurden Systeme vorgeführt, die die Armee anschaffen will. Obwohl ein Film- und Fotografierverbot herrschte, veröffentlichte George diverse Bilder auf seinem Instagram-Account, die bis heute online sind. Das sei dem Bericht zufolge auch dem Militärgeheimdienst MAD aufgefallen. George ist laut "Spiegel" in der völkischen Szene gut vernetzt und arbeitet für eine Medienagentur, die für den AfD-Kandidaten Ulrich Siegmund in Sachsen-Anhalt aktiv war. Auch davon finden sich Eindrücke auf seinem Instagram-Account. Im Herbst 2025 verlor George wegen Sicherheitsbedenken seinen Hausausweis für den Bundestag, den er für einen Job bei einer AfD-Abgeordneten besaß. Hintergrund war eine Verurteilung unter anderem wegen Volksverhetzung und Hausfriedensbruchs, die noch nicht rechtskräftig ist.
Gnauck selbst reagierte auf X auf den "Spiegel"-Artikel: "Ist das hohl", schrieb der Bundestagsabgeordnete. "Der Multiplikatoren-Tag in Munster, der von der Bundeswehr ausgerichtet wurde, war extra für Mitarbeiter von Bundestagsabgeordneten angesetzt. An diesem Tag haben übrigens alle Mitarbeiter von sämtlichen Fraktionen Fotos und Videos gemacht." Es sei bezeichnend, dass personenbezogene Daten, Gästelisten und so weiter aus dem Verteidigungsministerium an den "Spiegel" gelangt seien. "Vielleicht sollten die Kollegen des MAD dort mal ansetzen." Auf den Umstand, dass er einen Rechtsextremisten angemeldet hatte, der nicht mehr Zutritt zum Bundestag hat, ging Gnauck nicht ein.
Schon wieder im Himalaya: Riesiger Berghang stürzt plötzlich ins Tal
Dramatische Szenen aus dem Himalaya: In der indischen Region Kumaon rutscht ein ganzer Berghang ab. Heftige Regenfälle weichen den Boden auf und lösen große Mengen Geröll. Behörden warnen vor weiteren Erdrutschen. Die Szenen wecken ungute Erinnerungen an die Ereignisse in Nepal und der autonomen Region Tibet in China. Dort waren bei einer verheerenden Sturzflut - ausgelöst durch einen Gletscherabbruch - Ende August mehr als 1400 Menschen gestorben. Bis heute werden 6000 Menschen vermisst. Der nepalesische Regierungschef Balendra Shah mahnte vor wenigen Tagen bei der Generaldebatte der UN-Vollversammlung, die Überschwemmungen im August seien "nicht nur eine lokale Tragödie" gewesen. "Sie waren eine Warnung an die Welt", fügte er mit Blick auf die Folgen des menschengemachten Klimawandels hinzu.
Verbrechen? Polizei sucht Spuren in Recyclinghof wegen vermisster Frau
Seit vergangenem Freitag wird eine 46-Jährige aus Euskirchen vermisst. Die zweifache Mutter hatte den Angaben zufolge um 10 Uhr ihre Wohnung verlassen, war am Mittag nicht zur Arbeit gekommen. Die Frau gilt laut Polizei aber als sehr zuverlässig. Nun haben Beamte in einem Recyclinghof in Weilerswist in Nordrhein-Westfalen nach Spuren der Vermissten gesucht. Die Ermittler schließen ein Gewaltverbrechen nicht aus. Man sei bereits am Mittwochabend auf dem Recyclinghof im Einsatz gewesen, sagte ein Sprecher. Am heutigen Donnerstag wurde demnach die Suche dort fortgesetzt.
Inzwischen hat die Polizei Bonn eine Mordkommission gebildet, um den Fall aufzuklären. Den Recyclinghof habe man auch mit Spürhunden und mithilfe des Technischen Hilfswerks (THW) durchsucht, so die Polizei. Im Haus der Vermissten seien am Mittwoch Spuren gesichert worden. Einen konkreten Verdacht gebe es noch nicht.
Verteidigungsminister Pistorius lässt Drohnenregiment aufstellen
Für den Kampf mit unbemannten Systemen stellt die Bundeswehr ein eigenes Drohnenregiment auf. Der Verband werde aus bis zu 600 Männern und Frauen bestehen und Reichweiten bis zu 500 Kilometer abdecken, sagte Verteidigungsminister Boris Pistorius auf dem niedersächsischen Truppenübungsplatz Bergen.
Klimawandel trifft Alpen: "Gletscher in Deutschland haben bald Zeitliches gesegnet"
Der Klimawandel ist in den Alpen nicht zu übersehen, denn dir dortigen Gletscher schrumpfen sichtbar zusammen. An der Zugspitze wurde sich in diesem Jahr bereits von Deutschlands letztem Gletscherlift verabschiedet. Ein Experte unterstreicht: Selbst, wenn es jetzt kälter werden würde, die Schmelze ist nicht mehr aufzuhalten.
Erster Nachweis von Sindbis-Fieber in Deutschland
Falls Sie - so wie ich - zuvor noch nie vom Sindbis-Fieber gehört haben, die gute Nachricht vorweg: lebensbedrohlich ist es nicht. Jetzt zu der eigentlichen Neuigkeit: Erstmals wurde bei einem Menschen in Deutschland eine hierzulande erworbene Sindbis-Virus-Erkrankung nachgewiesen. Betroffen sei ein 60-jähriger Mann aus Baden-Württemberg, teilte das Robert-Koch-Institut (RKI) mit. Antikörper, die auf eine frühere Infektion hindeuteten, waren demnach bereits vor Jahren bei Blutspendern aus der Umgebung von Weinheim gefunden worden. Dort war das Virus zuvor in Stechmücken nachgewiesen worden. Nun folgte erstmals ein Nachweis in direktem Zusammenhang mit der Erkrankung.
Der aktuelle Fall bestätige, dass bei bekanntem Vorkommen in Stechmücken und Wildvögeln auch mit Fällen bei Menschen zu rechnen ist, hieß es vom RKI. Bei Patientinnen und Patienten mit Fieber, Hautausschlag und ausgeprägten Gelenkschmerzen solle während der Stechmückensaison bei der Diagnose auch an eine mögliche Sindbis-Virus-Infektion gedacht werden. Das Sindbis-Virus (SINV) ist ein Krankheitserreger, der vor allem bei Vögeln kursiert und durch Stechmücken übertragen wird. Es kommt unter anderem in Teilen Nordeuropas, Afrikas, Asiens und Australiens vor. Mensch-zu-Mensch-Übertragungen sind nicht bekannt.
Netanjahu verrät Details zu tatverdächtigem Co-Piloten
Er soll den Piloten brutal attackiert und versucht haben, eine Flydubai-Maschine mit 174 vor allem israelischen Passagieren an Bord zum Absturz zu bringen. Nach Angaben von Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu gibt es inzwischen Erklärungen für das mögliche Motiv des Co-Piloten: Er soll sich zuvor islamistisch radikalisiert haben. Der Mann werde noch verhört, "aber Folgendes ist bekannt: Er hat eine radikale islamistische Indoktrinierung durchlaufen", sagte Netanjahu dem US-Sender Fox News.
Der Co-Pilot habe in der Absicht gehandelt, sich selbst zu töten und der Crew "tötet mich, tötet mich" zugerufen, sagte Netanjahu weiter. "Es ist klar, dass er vorhatte, das Flugzeug zum Absturz zu bringen." Auf dem Flug von Dubai nach Tel Aviv hatte der Co-Pilot laut Netanjahu den Piloten niedergestochen und schwer verletzt. Die Geistesgegenwart des Piloten und mehrerer Passagiere konnte nach Darstellung von Netanjahu und von Augenzeugen einen Absturz des Flugzeugs verhindern.
Watschn von Palästinenser-Unterstützern für FDP-Politiker auf Oktoberfest
Auf dem Münchner Oktoberfest ist in der sogenannten Ratsboxe des Stadtrats ein Streit zwischen Palästinenser-Unterstützern und Kommunalpolitikern handgreiflich eskaliert. Die FDP-Stadträtin Patricia Riekel (frühere Chefredakteurin der Zeitschrift "Bunte") berichtete der "Bild"-Zeitung, dass in dem eigenen Bereich für Parteien und Mitarbeiter des Rathauses im Schottenhammel-Festzelt zum Lied "Sweet Caroline" umgedichtet "Free Palastine" gesungen worden sei. FDP-Fraktionssprecher Jörg Hoffmann berichtete dem Blatt, wie er daraufhin auf die zum Teil aus Mitgliedern der Linken-Jugend bestehende Gruppe zugegangen sei und sie zum Aufhören aufgefordert habe. Später seien die Beteiligten des Zeltes verwiesen worden. Einige Frauen der Gruppe seien daraufhin an seinen Tisch gekommen und hätten ihn "Völkermörder" und "Genozid-Freund" genannt. Außerdem habe eine Frau ihm eine Ohrfeige verpasst.
Der Fraktionschef der Linken im Münchner Rathaus, Stefan Jagel, entschuldigte sich über verschiedene Medien für den Vorfall. Er sei "persönlich sehr angefasst". Die für die Watschn verantwortliche Frau sei kein Linken-Mitglied, sondern als Freundin eines Linken mit in der Runde gewesen. Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause entzog den Linken als Konsequenz des Zwischenfalls bis zum Ende des Oktoberfests am kommenden Sonntag den Anspruch auf einen Wiesntisch. Die FDP will auf eine Anzeige verzichten. Mitglieder des Münchner Stadtrats und ihre Mitarbeiter und Gäste haben einen eigenen Bereich auf dem Volksfest mit reservierten Plätzen.
Amthors Strandkorb hat ein neues Zuhause gefunden
Nach dem Wirbel um seinen Strandkorb im Kanzleramt und seiner diesbezüglichen Notbremse hat Staatsminister Philipp Amthor eine neue Bestimmung für das Möbelstück gefunden: Es soll in eine Einrichtung für Menschen mit Behinderung in der Geburtsstadt des Politikers gebracht werden. "Diese Nachricht haben wir mit Freude und Dankbarkeit aufgenommen", teilte eine Sprecherin des Krankenhausbetreibers Ameos auf Anfrage mit. Demnach soll der Korb als private Spende in der neuen Pflegeeinrichtung Fliederhof in Ueckermünde aufgestellt werden.
Die Sprecherin bezeichnete den Strandkorb als "Verschönerung des Alltags unserer Bewohnerinnen und Bewohner". In die neu eröffnete Wohnanlage Fliederhof würden derzeit die ersten Bewohnerinnen und Bewohner einziehen. Insgesamt sollen 50 Menschen mit geistigen und körperlichen Beeinträchtigungen dort wohnen können. Und wer weiß, vielleicht besucht Philipp Amthor die Einrichtung einmal und kann dann doch in seinem Strandkorb Platz nehmen.
Neue Satellitenbilder: In so schönem Blau erstrahlt die Erde
Weltraumforscherinnen und -forscher frohlocken bei diesen Aufnahmen: Die Erde erscheint als blauviolette Kugel, darüber ist ein wirbelnder weißer Ring zu sehen und funkelndes Licht. Die Europäische Raumfahrtagentur Esa hat unsere Erde so im Bild eingefangen, wie wir sie noch nie zuvor gesehen haben. Der neue Satellit "Smile" hat den Blauen Planeten nämlich mit einer Ultraviolettkamera abgelichtet. Der neue Satellit der Esa soll nicht nur schöne Fotos machen, sondern Forschenden helfen herauszufinden, wie die Erde auf Sonnenwinde reagiert.
Schichtwechsel
Liebe Leserinnen und Leser, meine geschätzte Kollegin Johanna Ohlau ist in Feierabend verschwunden und hat mir die Verantwortung für "Der Tag" überlassen. Mein Name ist Friederike Zörner. Bis zum späten Abend versorge ich Sie mit Nachrichten aus aller Welt. Bei Fragen oder Hinweisen erreichen Sie mich via Mail an friederike.zoerner[at]ntv.de. Auf geht's.
Kind stirbt bei Zahnarzt - mehr als 13 Jahre Haft für Narkosearzt
Ein Zahnarztbesuch endet für ein vierjähriges Mädchen tödlich - und weitere Kinder kommen nur knapp mit dem Leben davon. Für den Todesfall im Jahr 2021 musste sich der Narkosearzt erneut vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft legte Revision beim Bundesgerichtshof ein, nachdem der Mediziner von einer anderen Kammer des Frankfurter Landgerichts zu zehneinhalb Jahren verurteilt worden war - mit Erfolg: Der ehemalige Arzt wurde in dem neuen Prozess zu 13 Jahren und 6 Monaten Haft verurteilt. Er habe sich etwa des Mordes und des versuchten Mordes in drei Fällen schuldig gemacht, erklärte der Richter am Landgericht. So habe der Mann unter anderem mit Verdeckungsabsicht gehandelt.
Der Anästhesist hatte im September 2021 in der Praxis in Kronberg im Hochtaunuskreis vier Kindern verunreinigtes Narkosemittel gespritzt sowie weitere eklatante Hygienefehler begangen. Die Kinder erlitten eine Blutvergiftung. Ein vierjähriges Mädchen starb noch in der Nacht auf dem Zahnarztstuhl. Ein Junge und ein weiteres Mädchen mussten in der Frankfurter Uniklinik künstlich beatmet werden und überlebten nur knapp.
Tennessee stoppt Hinrichtungen für 2026 - "Das Schlimmste, das wir je gesehen haben"
Christa Pikes Lebensgeschichte hätte gestern enden sollen, aber stattdessen hat die verurteilte Mörderin wohl unfreiwillig ein Stück US-Geschichte geschrieben: Ihre Hinrichtung endete im Chaos und wurde schließlich gestoppt. Pike ist laut US-Medienberichten noch am Leben und befindet sich in einem Krankenhaus. Bei der ersten geplanten Hinrichtung einer Frau in dem US-Bundesstaat seit mehr als 200 Jahren war es zu Komplikationen gekommen.
Um 19.26 Uhr (Ortszeit) des Vorabends seien die Jalousien zum Hinrichtungsraum für die Zeugen geöffnet worden. Die 50-Jährige habe im Laufe der Prozedur, während der Pike zwei Giftspritzen mit dem Wirkstoff Pentobarbital verabreicht wurden, mehrere vollständige Sätze gesprochen, angestrengt geatmet und geschnarcht, erinnern sich Augenzeugen später. "Mein Arm fühlt sich an, als würde er gleich aufplatzen. Eine Stelle pocht wirklich stark", soll Pike laut der Augenzeugin und Lokalreporterin Tori Gessner gesagt haben. Gefängnisbeamte hätten die Zeugen um 20.53 Uhr aus dem Raum entfernt, zu dem Zeitpunkt habe man Pike immer noch atmen hören. "Dieses Ereignis ist das Schlimmste, das wir je gesehen haben, und unterscheidet sich von jeder anderen fehlgeschlagenen Hinrichtung in der modernen Ära", sagt Robin Maher, die geschäftsführende Direktorin der gemeinnützigen Organisation Death Penalty Information Center (DPI). Im Bundesstaat Tennessee ist es bereits die zweite fehlgeschlagene Hinrichtung in diesem Jahr. Der republikanische Gouverneur Bill Lee hat laut US-Medienberichten entschieden, alle für den Rest des Jahres 2026 geplanten Hinrichtungen zu stoppen und eine "umfassende Überprüfung durch eine unabhängige dritte Partei" angeordnet.
Bischof Wilmer: Erschreckend, wenn 30 Prozent der Katholiken im Osten AfD wählen
Die Bischöfe sitzen heute noch im hessischen Fulda zusammen. Doch auch bei den Geistlichen ist die Politik Thema: Der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Heiner Wilmer, sagt, die AfD wolle "ein anderes Deutschland". Die katholischen Bischöfe bekräftigen zum Abschluss ihrer Herbstvollversammlung die Kritik an der AfD und warnen vor den Folgen einer Regierungsbeteiligung der Partei. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Heiner Wilmer, sagte, man stehe vor einem "Paradigmenwechsel", wenn die AfD Regierungsverantwortung übernehme. "Die AfD stellt die Grundwerte unseres Zusammenlebens infrage. Sie will ein anderes Deutschland", erklärte Wilmer. Es sei erschreckend, wenn 30 Prozent der Katholikinnen und Katholiken im Osten die AfD wählten, eine Partei, die dem christlichen Gottes- und Menschenbild diametral widerspreche und die in Sachsen-Anhalt als gesichert rechtsextrem eingestuft sei.
Vier Tonnen Munition: Sprengung reißt Riesen-Krater in Wald bei Potsdam
Das hat aber mal gewaltig Bumm gemacht: In einem Waldstück bei Potsdam hat der Kampfmittelräumdienst gleich eine ganze Sammlung an Weltkriegsmunition unschädlich gemacht, sprich gesprengt: Vier Tonnen brachten die mehr als 8000 explosiven Fundstücke auf die Waage, die in vier einzelnen Gruben gesprengt worden sind. Durch die Explosionen entstanden rund zehn Meter breite und etwa sechs Meter tiefe Krater. Die Druckwellen waren noch kilometerweit zu spüren. Während die Sprengung insgesamt reibungslos verlief, galt das für rund 850 Menschen in der Umgebung nicht, die ihre Wohnungen zwischenzeitlich räumen mussten:
Kanzleramt stoppt vorerst Klingbeils Zuckersteuer
Ganz und gar nicht "zucker" für Lars Klingbeil: Das Bundeskanzleramt stoppt vorerst den Entwurf des Finanzministers zur Einführung einer Steuer auf zuckerhaltige Getränke. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen, zuvor hatte die "Bild" berichtet. Klingbeil hatte seine Pläne erst gestern zur Abstimmung unter den Ministerien geschickt. In Regierungskreisen heißt es nun, sein Entwurf weiche vom Vorschlag der Finanzkommission Gesundheit ab "und ist in dieser Form in der Regierung nicht mehrheitsfähig". Aus dem Finanzministerium gab es bislang keinen Kommentar.
Jimi Blue Ochsenknecht zu 34.500 Euro Geldstrafe verurteilt
Jimi Blue Ochsenknecht werden wir wohl auch in Zukunft noch in Reality-TV-Formaten sehen - zumindest hat der 34-Jährige heute noch eine gewaltige "Rechnung" auf den Tisch gelegt bekommen: Wegen schweren Betrugs ist Ochsenknecht zu einer Geldstrafe von 34.500 Euro verurteilt worden. Das Landesgericht Innsbruck sprach den Schauspieler und Reality-TV-Darsteller nach übereinstimmenden Medienberichten wegen einer jahrelang nicht bezahlten Hotelrechnung schuldig. Das Urteil ist demnach noch nicht rechtskräftig, wie die "Tiroler Tageszeitung" und die Nachrichtenagentur APA berichteten. Ursprünglich entschied die Richterin, kein Urteil zu fällen. Im Gegenzug sollte der Darsteller eine Geldbuße von 18.000 Euro zahlen. Nach österreichischem Recht ist es möglich, einen Prozess mit einer sogenannten Diversion auf diese Weise abzuschließen. Doch die Staatsanwaltschaft legte gegen die Diversion erfolgreich Berufung ein. Für die nun verhängte Strafe wird die bereits überwiesene Buße angerechnet, er muss also nur noch den Rest bezahlen.
Ochsenknecht hatte nach Angaben seines österreichischen Verteidigers zwar die Verantwortung für sein Handeln übernommen, doch er bekannte sich nicht schuldig im Sinne der Anklage. Ochsenknecht hatte Ende 2021 in einem Vier-Sterne-Hotel im österreichischen Tirol nahe der bayerischen Grenze seinen 30. Geburtstag gefeiert. Die Rechnung von knapp 14.000 Euro wurde erst beglichen, als Ochsenknecht per Haftbefehl gesucht und Ende Juni 2025 in Hamburg festgenommen wurde.
Hundebesitzer streiten - Mann tritt zwei Chihuahuas tot
Grausige Gewalttat in Sachsen: Als eine 62 Jahre alte Frau mit ihren drei Hunden Gassi geht, gerät sie mit einem anderen Hundebesitzer in Streit. Wie die Dresdner Polizei mitteilt, soll der 41-Jährige die Frau geschlagen und ihre Hunde getreten haben - so heftig, dass zwei Chihuahuas die Attacke nicht überlebten. Die Polizei ermittelt gegen den 41-Jährigen unter anderem wegen Körperverletzung und Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz.
Horrorflug überlebt: Passagiere jubeln und singen bei Landung in Tel Aviv
Nur erahnen lässt sich, was die Passagiere auf dem Flydubai-Flug FZ1073 durchmachen mussten. Der Co-Pilot soll nach bisherigen Berichten den Piloten attackiert haben und das Flugzeug sich daraufhin im Sturzflug befunden haben. Der Pilot schafft es trotz schwerer Verletzungen noch, die Cockpit-Tür zu entriegeln. Mehrere Passagiere eilen ihm zu Hilfe und überwältigen den Co-Piloten. Zwei zufällig an Bord befindliche Piloten der Airline konnten das Flugzeug wieder stabilisieren und kontrolliert landen - nur Sekunden später hätte es dafür schon zu spät sein können und das Flugzeug wäre mit mehr als 170 Menschen an Bord abgestürzt. Als die Passagiere, vor allem Israelis, in einer Ersatzmaschine in Tel Aviv landen, wird aus Schock Erleichterung und dann pure Freude: Wie das Video zeigt, jubeln und singen sie schon freudig an Bord und fallen kurz danach in überschwänglicher Lebensfreude ihren Angehörigen in die Arme.
Angreifer, Opfer, Retter - was über den Vorfall mit der Flydubai-Maschine bekannt ist, erfahren Sie hier.
Sänger des "Benjamin Blümchen"-Titelsongs: Michael Thilo ist tot
Ich selbst kenne den ersten Benjamin-Blümchen-Titelsong leider nicht aus meiner Kindheit, aber Sie vielleicht: Gesungen hat ihn Michael Thilo. Nun wurde bekannt, dass der Musiker schon vor Monaten gestorben ist. Ganze Generationen von Kassetten-Kindern kennen seine Stimme, wie er "Auf 'ner schönen grünen Wiese liegt ein großer grauer Berg, ..." singt, doch kaum jemand kennt seinen Namen.
Während der Kassetten-Song im Kreis der Familie eher eine "Randerscheinung" war, erzählt Amft, seien die Liedzeilen für Menschen außerhalb der Familie stets bedeutend gewesen. "Das ist immer wieder schön: Wenn ich Leute kennenlerne und sie frage, ob sie früher Benjamin Blümchen auf Kassette gehört haben, können viele das Lied noch auswendig", erzählte er. Verrate er dann, dass sein Vater es singt, sei das Erstaunen riesig. Thilo starb bereits am 3. März im Alter von 81 Jahren, wie sein Sohn Enrico Amft dem "Münchner Merkur" bestätigte. Zuvor hatte die Facebook-Fanseite "Kofferradio" an den Musiker erinnert, in den Medien war sein Tod bis dahin nicht vermeldet worden.
Drei Menschen erschossen? Mutmaßlicher Kriegsverbrecher in U-Haft
Er soll für den Tod von drei Menschen in Syrien im Jahr 2015 verantwortlich sein: Die Polizei hat einen mutmaßlichen Kriegsverbrecher aus Syrien in Rheinland-Pfalz verhaftet. Wie die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mitteilt, sitzt Ibrahim A. inzwischen in Untersuchungshaft. Der Beschuldigte soll der Bundesanwaltschaft zufolge im syrischen Bürgerkrieg erst bei den staatlichen Streitkräften gewesen sein und sich dann einer oppositionellen Miliz angeschlossen haben. Dort sei A. Kommandeur gewesen. Im September oder Oktober 2015 nahm er zusammen mit anderen Kämpfern drei vermeintliche Angehörige der Staatsführung fest, wie die Karlsruher Behörde ausführte. Die Gefangenen seien dazu gezwungen worden, Angriffe auf die Miliz zu gestehen. Dann seien sie hingerichtet worden. A. habe den drei Gefangenen in den Kopf geschossen.
Lange Blutspur: Schwer verletzter Mann schleppt sich selbst bis vor Klinik
Schwer verletzt hat sich ein Mann wohl selbst bis vor eine Klinik geschleppt - davon geht die Polizei im nordrhein-westfälischen Hamm nach bisherigen Erkenntnissen aus. Die Polizei ermittelt wegen eines versuchten Tötungsdelikts und hat laut Staatsanwaltschaft eine Mordkommission eingerichtet. Mehrere Medien berichten von einer langen Blutspur. Die Hintergründe sind noch unklar. Laut Staatsanwaltschaft wurde der Mann operiert und konnte noch nicht vernommen werden.
Heftige Überschwemmungen und Tornados in Südfrankreich
Auf ein Extrem folgt das nächste: Während die Menschen in Frankreich im Sommer - wie wir auch zeitweise - unter der Hitzewelle ächzten, schlägt das Wetter im Süden unseres Nachbarlands jetzt mit voller Wucht in die andere Richtung: Nahe Montpellier fielen innerhalb von 24 Stunden rund 335 Liter Regen pro Quadratmeter - das ist so viel wie sonst in zwei Monaten in der Region. Flüsse treten über die Ufer und verwandeln sich in reißende Ströme. Im Großraum Montpellier ist der gesamte Bus und Bahnverkehr eingestellt worden. Nicht nur die Wassermassen sind eine Gefahr: Südöstlich von Montpellier wurden sogar Tornados beobachtet.
Hollywoodstar Jim Carrey hat sich "getraut"
Alle guten Dinge sind drei - wünschenswert wäre es für Jim Carrey: Der kanadisch-amerikanische Schauspieler hat zum dritten Mal "Ja" gesagt. Der 64-Jährige hat seine langjährige Freundin Min Ah geheiratet. Das bestätigte ein Sprecher des Hollywoodstars gegenüber dem "People"-Magazin. Vor sieben Monaten hatte sich das Paar gemeinsam bei den César-Awards in Frankreich gezeigt, dabei machte Jim Carrey seiner Freundin auch eine öffentliche Liebeserklärung. "Danke an meine wundervolle Familie, meine Tochter Jane und meinen Enkel Jackson. Ich liebe euch jetzt und für immer. Danke an meine großartige Lebensgefährtin Min Ah", sagte Carrey, der sonst eher für Quatsch und Blödeleien vor der Kamera bekannt ist, damals auf Französisch bei der Preisverleihung. "Ich liebe dich, Min Ah", fügte er damals hinzu.
Rechtsextreme Konzerte gibt es vor allem in einem Bundesland
Das ist kein rühmlicher Titel: Thüringen liegt erneut vorn, was die meisten offen angekündigten rechtsextremen Konzerte und Musikveranstaltungen angeht. Von den deutschlandweit bisher 79 Konzerten und Liederabenden dieser Art fanden allein 51 in Thüringen statt. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage von Mandy Eißing und anderer Bundestagsabgeordneten der Linken hervor. Dreh- und Angelpunkt für die Rechtsextremen ist dabei wohl eine kleine Gemeinde im Landkreis Hildburghausen. Dort betreibt ein bundesweit vor allem als Organisator von Szene-Konzerten bekannter Rechtsextremist einen Gasthof. Regelmäßig treten dort entsprechende Interpreten und Gruppen auf.
130 rechtsextremistische Musikveranstaltungen erfasste die Polizei insgesamt im ersten Halbjahr in ganz Deutschland. Dazu zählen auch Konzerte, die zwar konspirativ angekündigt und vorbereitet, den Behörden aber trotzdem bekannt wurden. "Rechtsextreme Konzerte sind für die rechte Szene wichtige Werkzeuge zur Finanzierung, Vernetzung und Rekrutierung. Besonders problematisch ist, wenn sich dafür dauerhafte Strukturen und Immobilien etablieren können", sagte Eißing mit Blick auf die Zahlen.
Das wird heute wichtig
Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,
wir sind ja schon im Oktober! Gerade die vergangenen Tage hatten mit teils an die 30 Grad nochmal Sommer-Stimmung verbreitet und einen gut verdrängen lassen, dass der Herbst schon vor der Tür steht. Doch pünktlich zum 1. Oktober ist es mit dem Sommer-Comeback vorbei: Regen und deutlich kühlere 20 Grad stehen uns heute bevor. Der erste Tag des Monats ist jedoch auch ein Startschuss - für den neuen Tankrabatt: Gespannt schauen Autofahrerinnen und Autofahrer vermutlich heute auf die Tankanzeigen in der Hoffnung, dass die Preise tatsächlich vor der nächsten Tankfüllung um bis zu 17 Cent pro Liter fallen. Die Last-Minute-Preissteigerungen an vielen Tankstellen gestern Mittag lassen gerade nicht allzu viel Optimismus zu, dass die Steuererleichterung der Bundesregierung bei den Menschen ankommt. Schauen wir noch fix in den Terminkalender:
Der Bund der Steuerzahler stellt am Vormittag in Berlin sein neues "Schwarzbuch 2026/27" vor. Darin nennt der Verband 100 Fälle, in denen Bund, Länder und Kommunen aus seiner Sicht sorglos mit Steuergeldern umgehen.
Gespräche zur Regierungsbildung in Berlin beginnen: Eineinhalb Wochen nach der Berlin-Wahl starten Gespräche über eine Regierungsbildung in der Hauptstadt. Spitzenpolitiker der Linken als Wahlsieger sowie von Grünen und SPD treffen sich zunächst zu einem "Vorgespräch".
Mit einem Gottesdienst und einer Abschlusspressekonferenz geht am Morgen die Herbstvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz zu Ende.
Nato erhält Westfälischen Friedenspreis: Das nordatlantische Verteidigungsbündnis wird am Nachmittag mit dem mit 100.000 Euro dotierten Preis ausgezeichnet für seinen Beitrag zur europäischen Friedensordnung. Die Laudatio hält Bundeskanzler Friedrich Merz.
Es geht um digitale Gewalt und Deepfakes: Die Schauspielerin und Moderatorin Collien Fernandes wird als Sachverständige im nordrhein-westfälischen Landtag erwartet. Fernandes ist zu einer Anhörung im Ausschuss für Kultur und Medien zum Thema Bekämpfung digitaler Gewalt eingeladen und soll vor den Abgeordneten sprechen.
Für Außenminister Johann Wadephul geht es auf den Westbalkan: Der CDU-Politiker nimmt in Montenegro an einem Außenministertreffen zur geplanten EU-Erweiterung auf dem westlichen Balkan teil. In der Hauptstadt Podgorica treffen sich die Politiker im seit 2014 laufenden "Berlin Prozess".
Schlusspunkt unter Skandal für Jimi Blue Ochsenknecht? Der Betrugsprozess gegen den 34-jährigen Schauspieler und Reality-TV-Darsteller in Österreich wird voraussichtlich heute abgeschlossen.
Ermittlungsbehörden in Nordrhein-Westfalen ziehen am Mittag eine erste Bilanz ihrer Groß-Razzia gegen ein Geldwäsche-Netzwerk und Rocker der "Hells Angels".
"Wunderlinie": Mehr als ein Jahrzehnt lang fuhren auf der Bahnlinie zwischen Leer in Ostfriesland und Groningen in den Niederlanden keine Züge mehr. Heute soll die grenzüberschreitende Bahnverbindung mit einer Sonderfahrt wieder aufgenommen werden. Regulär sollen vom 5. Oktober an wieder Regionalzüge auf der Strecke Leer-Groningen rollen.
Im dritten Spiel der erste Sieg? Jürgen Klopp will mit der Fußball-Nationalmannschaft im Länderspiel gegen Serbien seinen ersten Erfolg im neuen Amt feiern. Anpfiff ist um 20.45 Uhr in der Münchner Allianz Arena (Übertragung im ZDF).
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Flydubai-Passagier schildert Kampf mit Angreifer im Cockpit
Der Zufall und beherzt zupackende Passagiere haben wohl eine Katastrophe verhindert: Yaniv Hayoun war an Bord der Flydubai-Maschine, die in der Nacht zum Montag in Saudi-Arabien notgelandet ist. Im blutverschmierten T-Shirt schildert er bei einem Treffen mit dem israelischen Premier Benjamin Netanjahu jene Minuten, in denen er zusammen mit einem anderen Fluggast das Cockpit des Flydubai-Flugs stürmte. 174 Menschen saßen an Bord. "Ich packte den Angreifer. Im Grunde genommen nahm ich ihn in den Würgegriff und zerrte ihn als ersten hinaus. Das Flugzeug befand sich da bereits im rasanten Sinkflug", erzählt Hayun. Nach eigenen Angaben griff er dann geistesgegenwärtig zu den Steuerhörnern und zog sie zurück. "Ich habe 'Mayday - Alarm im Cockpit' gesehen, Herr Ministerpräsident", so der Retter. Dass ausgerechnet eine TV Doku-Serie über Flugzeugunglücke ihm dabei half, den Sturzflug zu stoppen, ist wirklich erstaunlich. Doch jetzt kommt noch der ganz große Zufall: Danach übernahmen zwei Flydubai-Piloten das Steuer, die zufällig als Passagiere in der Maschine saßen.
Hinrichtung scheitert: Christa Pike lebt laut Anwälten nach zwei Giftspritzen noch
Nach mehr als 200 Jahren sollte mit Christa Pike erstmals wieder eine verurteilte Mörderin im US-Bundesstaat Tennessee hingerichtet werden. Doch bei der Vollstreckung kommt es offenbar zu Problemen: Nach Darstellung von Pikes Verteidigern lebte die 50-Jährige auch nach der Verabreichung zweier Giftspritzen noch, wie aus einem entsprechenden Gerichtsdokument hervorgeht. "Um 20.26 Uhr berichteten Zeugen der Hinrichtung, dass die Vollstrecker beide Spritzen mit den tödlichen Chemikalien injiziert hätten und Pike noch am Leben sei und schnarche", heißt es. Wenig später teilte Richter Kyle Hixson mit, in einer Telefonkonferenz mit den Anwälten aller Beteiligten habe der Staat das Gericht informiert, "dass Frau Pike nicht für tot erklärt worden sei". Die Justizvollzugsbehörde habe zudem die medizinische Notfallversorgung und den Transport von Pike in ein Krankenhaus angeordnet.
Warum sitzt Pike im Todestrakt? Sie war 1996 für den Mord an einer damals 19-jährigen Bekannten zum Tode verurteilt worden. Sie selbst war zum Tatzeitpunkt 18 Jahre alt. 1995 hatten drei Teenager das Opfer in einem abgelegenen Gebiet nahe der University of Tennessee in Knoxville gefoltert und getötet. Sie ist laut der Forschungseinrichtung Cornell Center on the Death Penalty Worldwide die erste Frau seit 1819, die in Tennessee hingerichtet werden sollte.
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